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Auf den Sessel – fertig – los!

von Luzia Kaul
Eine Adventsgeschichte für Jung und Alt – insbesondere für alle, die einen Neuanfang gewagt haben oder wagen.

ISBN  978-3-930376-85-8

Oma Anna bekommt zu ihrem Geburtstag kurz vor Weihnachten einen kunterbunten Sessel geschenkt. Einen Sessel, wie gemacht, um darauf in alten Zeiten zu schwelgen. Und Anna erzählt von dem sehr harten Neuanfang ihrer Familie, damals, vor einem halben Jahrhundert; von hilfsbereiten Menschen und der überraschendsten Adventsfeier ihres Lebens.

Lea war sich ganz sicher: Der Sessel würde Oma Anna gefallen! Dieser, genau dieser Sessel entsprach ihrer Großmutter wie kein anderer! Lea konnte sich genau vorstellen, wie Oma Anna darin saß, alle Enkel um sich geschart, die Kleinen auf ihrem Schoß kuschelnd und die Älteren auf den Lehnen herumturnend. Sie, Lea, würde zusammen mit ihren Cousinen Nadja und Lisa vor Oma auf dem Teppich sitzen. Und sie würden der Großmutter zuhören: ihre Gesichter in die schokoladenbeschmierten Hände stützen, ab und an ein paar Fragen stellen und in den uralten Geschichten schwelgen.

Geschichten aus dem letzten Jahrtausend, als es noch keine Handys, iPhone, Smartphone, Internet, Play Stations, ja, noch nicht einmal Computer gab. Unvorstellbar! Oma lebte damals bereits, konnte sich mit ihren Freundinnen nur dann verabreden, wenn sie sich richtige Briefe schrieben oder bereits in der Schule Treffen vereinbarten. Dennoch behauptete Oma Anna steif und fest, dass ihr niemals langweilig gewesen sei. Könnt ihr euch das etwa vorstellen? Großmutter ließ sich davon jedenfalls nicht abbringen.

Lea schaute in den Kofferraum. Dort stand er, der ultimative Ohrensessel mit passendem Fußhocker. Der, den sie höchstpersönlich in einem der überfüllten Einrichtungshäuser entdeckt hatte.

Das war vielleicht eine Aktion gewesen! Denn die gesamte Familie hatte sich geschlossen in das vorweihnachtliche Getümmel gestürzt, um Oma einen Sessel zu kaufen: Leas Eltern Peter und Frauke samt Leas kleiner Schwester Mia; Tante Lore und Onkel Michael mit Nadja, Lisa und Alex, der aber immer nur in der IT-Ecke abhing; Tante Tina und ihr frecher Lukas; Onkel Markus mit Jan auf den Schultern und seiner Ulli, die das Baby im Buggy schob. Und natürlich Onkel Hermann, Omas Bruder, der sogar eine Farbprobe von Oma Annas Teppich die ganze Zeit wie einen Kompass vor sich hertrug.
Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie schwierig das war! Alle Papas kreisten permanent um diverse Designer- Hightech-Teile aus glattem Leder mit tausend Einstellmöglichkeiten, Möbel, die toll in die Enterprise passen würden. Frauke, Tina und Lore schwärmten unaufhörlich von diversen IKEA-Modellen und wollten unbedingt dorthin. Und Onkel Hermann strebte unerschütterlich in die klassischen „Standuhrecken“ und strahlte die Mannschaft probesitzenderweise aus einem Ladenhüter nach dem anderen an. Vier bis fünf Toiletten-Stopps später hatte Lea es gesichtet, das tatsächlich umwerfendste Teil, das man sich überhaupt vorstellen konnte: einen richtigen Ohrensessel, mit allem Drum und Dran, also einer hohen Rückenlehne mit runden Armstutzen und Öhrchen, geschwungenen Füßchen, einem dazu passenden Hocker – und bunt, mega- knallig-bunt! ...

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