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Der Pfefferkuchenball

von Luzia Kaul
Eine Adventsgeschichte für Jung und Alt mit einem grandiosen Finale.

ISBN 978-3-930376-87-2

Kurz vor der Adventszeit gewinnt Oma Anna eine Traumreise. Eine Katastrophe, findet Lea! Wer soll sich denn nun um das Adventstreffen der Familie kümmern? Lea ist entsetzt, als ihre Großmutter quietschvergnügt tatsächlich die Reise zusammen mit ihrer Freundin antritt. Was nun?

Lea schmetterte einen Schneeball nach dem anderen an die Gartenmauer. Wie konnte Oma Anna das bloß tun? Es war einfach unglaublich! Und die freute sich auch noch‼ Nein, das hätte Lea nie und nimmer von ihrer Oma gedacht! Das Mädchen lief in den Holzschuppen und kletterte rasch ganz nach oben auf den Zwischenboden. Dort setzte sie sich auf einen Stapel gefalteter Säcke, stützte ihr Gesicht in beide Hände und starrte auf den Boden. Ob sie Oma noch umstimmen konnte.

Soeben hatte Lea mit eigenen Augen gesehen, wie ihre Großmutter diesen Brief geöffnet hatte. Während Omas Augen über die Zeilen glitten, waren sie immer größer geworden. „Meine Güte! Ich kann es kaum fassen! Ich habe gewonnen! Ich habe allen Ernstes gewonnen!“, rief die Rentnerin schließlich. „Lea, ich habe eine Reise gewonnen. Eine Kreuzfahrt in die Karibik! Da wollte ich schon immer hin, schon immer! Nur kam mir das immer wie ein unerreichbarer Traum vor. Und nun bekomme ich diese Reise geschenkt! Welch ein Glück! Ich muss sofort Edeltraud anrufen.“
„Das ist ja ganz toll! Und wann ist das?“
„Na, in zwei Wochen. Sozusagen beinahe sofort. Ich kann es immer noch nicht fassen! Und ich darf noch jemanden mitnehmen. Ob Edeltraud wohl Lust hat, mich zu begleiten?“ Oma Anna suchte nach dem Telefonhörer, konnte ihn vor lauter Aufregung aber beim besten Willen nicht finden.
„Wann? In zwei Wochen? Aber Oma − das geht doch gar nicht! Dann darfst du nicht verreisen!“ Lea war vom Stuhl gesprungen und hatte sich dicht vor Oma hingestellt. Doch die schob ihre Enkelin einfach lachend beiseite. „Und ob ich das kann! Glaube mir, diese Gelegenheit werde ich mir ganz bestimmt nicht entgehen lassen!“
„Und wie lange bist du dann weg?“
„Ein paar Wochen. Gleich werde ich mir das alles nochmals in Ruhe durchlesen. Jedenfalls dauert die Kreuzfahrt länger. Gott, ist das schön! Richtig, richtig himmlisch!“
„Das ist überhaupt nicht schön, das ist voll doof, eine richtige Katastrophe ist das! Am Ende bist du sogar an Weihnachten nicht da! Und was soll aus uns werden? Aus unserem Adventstreffen?“ Lea hielt ihre Großmutter an beiden Unterarmen fest.
Anna wollte ihre Enkelin lachend in die Arme nehmen, doch das Kind sträubte sich. „Ach, Schatz, du wirst sehen, auch das ist möglich! Es hängt doch nicht immer alles allein von mir ab!

„Doch, tut es wohl! Ohne dich geht das nicht. Niemand kann den Advent so schön machen wie du! Es ist voll egoistisch von dir, wenn du uns einfach im Stich lässt. Hast du denn gar kein Gewissen?“ Lea hatte beide Hände in ihre Hüften gestemmt und sah ihre Großmutter wütend an.

„Liebes, nein, da habe ich ganz und gar keine Gewissensbisse euch gegenüber. All die Jahre habe ich immer für alles gesorgt – gerne habe ich das gemacht, richtig gerne! Aber nun wird es eben einmal anders sein. Manchmal darf man sich auch selbst ein wenig lieb haben, weißt du? Niemals würde ich es mir verzeihen, wenn ich dieses Angebot ablehnen würde. Und deshalb werde ich diese Reise antreten, ob es dir nun gefällt oder nicht! Weißt du was? Möglicherweise ist das sogar eine große Chance für euch, könnte ich mir denken! So, und nun werde ich mit meiner Freundin telefonieren.“
„Was soll das denn für eine Chance sein?

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