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Lea ist weg

von Luzia Kaul
Eine Adventsgeschichte für Jung und Alt – speziell für geplagte Eltern und Großeltern.


Eigentlich sollte es ein ganz gemütlicher Adventssonntag im Kreise der Großfamilie werden. Doch plötzlich ist die sechsjährige Lea verschwunden …
Eine spannende und humorvolle Geschichte für die Adventszeit.

Lea rannte aus dem nach Zimtplätzchen duftenden Haus. Eisig peitschte ihr der Eisregen bereits vor der Haustür ins Gesicht. Sie blieb kurz stehen. Über ihrem Kopf schaukelte ein Mistelzweig an einem roten Schleifenband. Jetzt merkte sie es: sie hatte ihren Anorak vergessen. Doch das spielte im Moment keine Rolle. „Minka, ich muss Minka wieder finden! Es ist sicherlich viel zu kalt für sie hier draußen! Blöder Lukas! Das war so gemein von ihm gewesen! Die arme, kleine, süße Minka! Das wird er mir noch büßen!“

Heute, am zweiten Adventssonntag, hatte sich die gesamte Großfamilie bei Oma Anna getroffen. Die Kinder wuselten wild durch alle mit rotem Adventsschmuck ausgestatteten Räume. Sogar die Schals der Fenster hatte Anna gegen ihre Weihnachtskollektion ausgetauscht. Ihre Enkel genossen es sichtlich, mal wieder miteinander spielen zu können. Gott sei Dank schenkten ihnen die Erwachsenen auch nicht allzu viel Beachtung. Weshalb auch? Was sollte schon passieren? Das letzte komplette Familientreffen lag gut und gerne ein halbes Jahr zurück, und so hatten sie sich allerhand zu erzählen. Die gemütliche Bernhardinerhündin Cora, ein kleiner, quirliger, fuchsfarbener Mischlingshund namens Cookie sowie ein Wurf heranwachsender Kätzchen, deren Fell etwas länger als bei gewöhnlichen Hauskatzen war, wimmelten zwischen den Cousinen und Cousins munter herum. Doch genau in dem Moment, als Peter, Annas ältester Sohn, mit einem bis über den Rand gefüllten Holzkorb das Haus betrat, stürzte an ihm eine höllenmäßig fauchende Katze vorbei ins Freie. Ein seltsames Geklapper begleitete ihre Flucht. Peter kannte das Geräusch genau, konnte es im Zusammenhang mit einer Katze jedoch nicht genau zuordnen. Der fliehenden Katze folgte unmittelbar seine sechsjährige Tochter, wutentbrannt und ohne Jacke. Schon im nächsten Moment hatte die feuchte Dunkelheit das denkwürdige Gespann verschluckt. „Was war das denn?“ Fragend blickte er in die Runde, bekam jedoch keine vernünftige Antwort. Stattdessen schwiegen alle ratlos. Aus den Augenwinkeln sah Peter, wie sich einer der Jungen verstohlen hinter der Esszimmertür in den Raum schob. Es war dieses gewisse siegessichere Blitzen in seinen Augen, das ihn verriet. „Lukas, was ist passiert?“ Fest blickte Peter den Jungen an. Das Siegerlächeln verebbte.
„Och, Minka ist eben weggelaufen!“ …

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