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Viva Weihnachten!

von Luzia Kaul
Eine Adventsgeschichte für Jung und Alt.


ISBN 978-3-946766-04-9

Unglaublich! Die ganze Familie beschließt, über Weihnachten in den Skiurlaub zu fahren – nur Oma Anna und Onkel Hermann bleiben zurück. Doch Anna denkt nicht im Traum daran, Trübsal zu blasen, im Gegenteil! Sie organisiert kurzerhand ein Weihnachtsfest – so, wie es sein sollte! Weihnachten für Fortgeschrittene, sozusagen. Und dann fällt ihr und ihren Freunden noch ein leibhaftiger Engel vor die Füße …


Lea wusste nicht, ob sie lachen oder weinen sollte! Seit Jahren wünschte sie sich, endlich Skifahren zu lernen – und nun fiel ihren Eltern nichts Besseres ein, als den ersten Skiurlaub ausgerechnet über Weihnachten zu buchen! „Mit der ganzen Familie zusammen in einer Hütte! Ist das nicht wunderbar?“, hatte ihr Frauke, ihre Mutter, soeben freudestrahlend verkündet. „Wir alle miteinander: also Tante Lore mit ihrer Bande, Onkel Markus mit seiner ganzen Mannschaft, Tante Tina mit ihrem Sprössling und wir natürlich!“, hatte ihre Mutter gejubelt, während sie Mia, ihre Jüngste, durch die Luft wirbelte. „Und Oma Anna? Und Onkel Hermann? Was ist mit denen?“, hatte Lea ihre Mutter angeschnaubt. Doch die hatte seelenruhig Mia auf der Eckbank abgesetzt, sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht gestrichen und mit einer lässigen Handbewegung gemeint: „Was soll mit ihnen schon sein? Die lange Fahrt und all der Trubel in der Hütte … Das ist doch nichts mehr für sie! Und überhaupt: Zum Schluss rutscht noch einer der alten Herrschaften nur im Schnee aus, bricht sich die Knochen und wir haben den Salat! Nein, nein, nein! Die sollen hübsch in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Das ist besser so, glaube mir! Ich dachte, du freust dich! Du willst doch endlich Skifahren lernen!“

„Ja! Aber wir können Oma und Onkel Hermann doch nicht einfach im Stich lassen‼“

„Lea, du übertreibst, wie immer! Davon ist nun wirklich keine Rede! So, ich muss nun los. Tschüss, mein Schatz!“ Und weg war sie. Lea war fassungslos mitten in der Küche stehen geblieben und hatte ihrer Mutter hinterhergestarrt. Ob Oma Anna und Onkel Hermann das schon wussten? Lea kaute zunächst auf ihrer Unterlippe herum, dann erwischte sie ihren Anorak. „Mia, wir gehen zu Oma! Zieh dich an!“

Nun stapften die beiden Mädchen durchs Dorf. In der vergangenen Nacht war der erste Schnee auf den steinhart gefrorenen Boden gefallen. Wie hauchzartes Pulver stob er unter ihren Füßen auseinander. Normalerweise wäre Lea kreuz und quer gelaufen, um die weiße Pracht ausgiebig zu genießen. Doch heute war ihr ganz und gar nicht danach. Mit raschen Schritten ging Lea auf Omas Haus zu und zog dabei gnadenlos ihre maulende Schwester hinter sich her. Unmittelbar vor Omas Haustür stand Onkel Hermanns Geländewagen. Achtlos schüttelte Lea ihre Stiefel von den Füßen und riss die Haustüre auf. „Oma, weißt du schon, dass wir an Weihnachten Ski fahren werden?“ Das Mädchen stand mitten in der sperrangelweit geöffneten Türe. Oma Anna und Hermann saßen am Küchentisch und rührten in ihren Kaffeetassen. Rasch wechselten sie einen Blick. „Sicher, mein Schatz!“, lächelte Anna ein wenig müde. „Ohne euch‼“ Irritiert schaute Lea von einem zum andern. „Ja, ja!“, meinte ihre Großmutter, während Hermann unaufhörlich mit seiner Tasse herumklapperte. „Und das ist dir egal?“ Nicht einen Moment ließ Lea ihre Großmutter aus den Augen. „Jetzt mach bitte endlich die Türe zu. Es wird ja eiskalt in der Stube! Möchtet ihr einen Kakao?“ Mia saß bereits am Tisch und nickte begeistert. „Die wollen euch Weihnachten einfach alleine lassen!“ Lea stand immer noch wie angewurzelt mitten im Raum. Anna warf Hermann zunächst einen warnenden Blick zu, dann erhob sie sich langsam. „Ach Schatz, so solltest du das nicht sehen! Weißt du, es wird Zeit, dass ihr Kinder endlich Skifahren lernt! Mache dir um uns bitte keine Sorgen! Ich freue mich für euch!“ Doch Anna tauchte ihr Gesicht rasch tief in den Geschirrschrank und angelte nach dem Milchtopf.

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