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Adventsvorsatz


In diesem Jahr wird alles besser,
ich schmück die Stubʹ, putz auf die Sessel,
back beste Plätzchen und auch Kuchen,
die Tante will ich gern besuchen;
und wichtel‘, dass sich Balken
ein jeder soll was Schönes kriegen!


So dacht ich – zeitig – im September,
doch – huch – flugs wurde es November
und nichts von diesen löblich Dingen
konntʹ ich tatsächlich schon vollbringen.
Was ja nichts macht – noch ist es Zeit;
die Weihnacht ist, gottlob, noch weit!


Noch eh ich mich so recht besonnen,
ist auch November schon verronnen
und sachte fällt der erste Schnee.
Ich denke still: herrjemine!
Nur − ich hab tausend Ding‘ zu tun −
ʹs Adventszeug darf noch etwas ruhen!


Schon brennt die erste Kerze still,
verwirklicht habe ich nicht viel,
von all den vielen guten Dingen;
nun ja – man kann’s halt nicht erzwingen!
So geht es weiter, Tag für Tag;
mein guter Vorsatz wird zur Plag!


Kurz vor der vierten Kerze dann,
fangʹ ich mit dem Rotieren an
und stürz mich munter in die Stadt,
zu sehn, was sie für Schätze hat!
Und ich bekomm ʹnen Riesenschreck:
Grün-Rot ist alles lange weg!
Doch das ist wirklich kein Problem,
ich kann den Osterschmuck schon sehn!


So häng ich Eier an den Baum,
es wird gar herrlich bunt im Raum!
Und − seit dem Sommer Lebkuchen −
ein jeder will nun Ei versuchen!
Ihr seht: Ich bin jetzt echt früh dran,
wie ich getrost nun sagen kann! 
   
(© Luzia Kaul)