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Kater Adonis


Mein Name ist Adonis, Kater Adonis.
Ich bin Frauchens Augenstern – selbstverständlich ich!
Wer sonst?

Seit einiger Zeit gestatte ich nunmehr meinem Frauchen,
mit in meiner Wohnung leben zu dürfen.
Gelegentlich zeigt sie sich mir gegenüber dafür auch angemessen dankbar:
Sie respektiert meine kulinarischen Vorlieben
und säubert regelmäßig mein stilles Örtchen – ist ja wohl auch das Mindeste!

Nach all der Zeit ist es ihr endlich gelungen,
ein wirklich sinnvolles Möbelstück anzuschaffen:
ein erfreulich zukunftsweisendes, innovatives Stück
aus nachhaltig biologischem Anbau, schadstoff- und pestizidfrei.
Vom ästhetischen Standpunkt aus betrachtet ein wahrer Augenschmaus!
Das Farbkonzept ist stimmig,
das Material wirklich „high quality“,
Ausführung und Verarbeitung kann man nur als hervorragend bezeichnen
und es duftet ungemein gut!
Kurz und gut: ein exzellent gelungenes Unikat – ein Designerstück vermutlich!

Es bietet allerlei Annehmlichkeiten und Bequemlichkeiten,
ausreichenden Komfort während des einen oder anderen Nickerchens;
meine Privatsphäre bleibt dort angemessen gewahrt,
ja, selbst meine Krallen kann ich daran zu meiner vollsten Zufriedenheit schärfen.
Es bietet einen Chill-out Bereich erster Güte!

Frauchen hat es sogar mit einigen Spielzeugen nur für mich bestückt!
Gut, ein paar ausgefallene Happen hätten durchaus dabei sein können…
Nun, man kann ja nicht gleich zu viel erwarten.

Frauchen bekommt gelegentlich Besuch von anderen Damen,
was ich im Allgemeinen großzügig toleriere,
denn sie besitzen den Anstand, mich mit exquisiten Leckerchen zu verwöhnen.
Sowie deren Vorräte erschöpft sind, ziehe ich mich unauffällig in mein neues Möbelstück zurück und
beobachte von dort aus das mitunter lautstarke Mautzkonzert der Ladys zu meinen Pfoten.
Gelegentlich leiste ich mir von hier oben aus einen tierischen Spaß:
Dann, wenn die Damen mich völlig vergessen haben
– unglaublich, nicht wahr? –
springe ich mit imposant aufgeplustertem Fell wie aus dem Nichts hervor,
fauche, dass die Likörgläser klirren,
und lande wohlplatziert direkt vor deren Nasen.

Ihre Gesichter: KÖSTLICH! Und wie sie dann kreischen! WUNDERBAR!
In der Regel gehen sie danach auch zügig nach Hause.
Dann kommt Frauchen endlich wieder ihren Verpflichtungen nach und streichelt MICH,
und ich kann ihr klar machen, was sie eigentlich zu tun hat:

meinen Rücken kraulen, nein, nicht dort – etwas weiter rechts, ja – nun eher unterm Hals, gut so,
und jetzt bitte ein Stückchen Lachs. Miau!

Allerdings war ich soeben schockiert:
Frauchen scheint ihre Meinung bezüglich des Designerstücks geändert zu haben!
Sie sagte:
„Er muss endlich wieder raus – DER WEIHNACHTSBAUM!“

© Luzia Kaul